Runway AI Video generieren: So revolutionierst du dein Marketing mit KI-Videos

Stell dir vor, du könntest in fünf Minuten ein professionelles Produktvideo erstellen – ohne Kamerateam, ohne Studio, ohne Vorkenntnisse. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Mit Runway AI ist genau das möglich. Ich hab’s selbst ausprobiert und war ehrlich gesagt ziemlich baff, was dabei rausgekommen ist.
Na ja, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Aber fast. Runway macht aus simplen Textbeschreibungen beeindruckende Videos, die sich sehen lassen können. Das Ding ist: Während andere noch überlegen, ob KI-Videos überhaupt was taugen, nutzen clevere Startups längst Tools wie Runway für ihre Social-Media-Kampagnen.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du mit Runway AI Videos generierst, was das kostet und worauf du rechtlich achten musst. Plus: welche anderen KI-Tools du parallel einsetzen solltest, um richtig durchzustarten.
Was ist Runway AI und wie funktioniert die Videogenerierung?
Runway ist eine Web-App, die aus Text, Bildern oder bestehenden Videos neue Clips erstellt. Das passiert komplett automatisch – du gibst einen Prompt ein, wartest ein paar Minuten und bekommst dein fertiges Video.

Die aktuellen Modelle heißen Gen-4 und Gen-4.5. Gen-4.5 macht aus reinen Textbeschreibungen Videos, Gen-4 arbeitet mit Bildern oder bestehenden Clips als Basis. Beide können ziemlich beeindruckende Ergebnisse liefern – wenn du weißt, wie du sie richtig fütterst.
So erstellst du dein erstes Runway AI Video:
- Account bei Runway erstellen (geht schnell, keine Kreditkarte für den Test nötig)
- Gen-4.5 für Text-zu-Video oder Gen-4 für Bild-zu-Video auswählen
- Prompt schreiben – zum Beispiel “Cinematischer Produktteaser eines modernen Dashboards mit Neon-Elementen”
- Videolänge festlegen (5-10 Sekunden für den Anfang)
- Generieren lassen und bei Bedarf neue Varianten ausprobieren
- Video herunterladen und in deinem Projekt verwenden
Für Startups ist das besonders interessant für Produktvideos, Social-Media-Ads, Pitch-Decks und Erklärvideos. Also praktisch alles, wofür du sonst eine Agentur gebraucht hättest.
Übrigens: Die Videos kommen standardmäßig in 720p raus. Für echte Qualität brauchst du einen bezahlten Plan – dazu gleich mehr.
Runway AI Preise: Was kostet die Videogenerierung wirklich?
Runway arbeitet mit einem Credit-System. Das heißt: Du kaufst Credits und verbrauchst sie für jede Videosekunde, die du generierst. Klingt erstmal kompliziert, ist aber eigentlich ganz transparent.

Die aktuellen Pläne (Stand 2025):
- Free: 125 Credits einmalig, nur 720p, mit Wasserzeichen. Reicht zum Testen.
- Standard: 12 Dollar pro Monat, 625 Credits. Damit kriegst du etwa 52 Sekunden Gen-4 Video hin – also 5 Clips à 10 Sekunden.
- Pro: 28 Dollar monatlich, 2.250 Credits. Für ernsthafte Content-Produktion, bis zu 4K-Export möglich.
- Unlimited: 76 Dollar, 2.250 Credits plus unbegrenzte Generierung im Explore-Modus.
Ein Gen-4 Video kostet etwa 12 Credits pro Sekunde. Gen-4 Turbo ist günstiger mit 5 Credits pro Sekunde, dafür etwas weniger detailiert.
Mal ehrlich: 12 Dollar für 5 professionelle Video-Clips pro Monat? Das ist schon ne Ansage. Früher hättest du für einen einzigen Clip mehr bezahlt.
Wichtig zu wissen: Wenn du intensiver Content machst – sagen wir, wöchentliche Video-Ads für verschiedene Plattformen – dann ist der Pro-Plan realistischer. 28 Dollar für knapp 190 Sekunden hochwertiges Video-Material.
KI-Stack für Unternehmen: Runway ist nur der Anfang
Runway AI Video generieren ist super, aber du brauchst wahrscheinlich mehr als nur Videos. Meiner Meinung nach funktioniert KI im Unternehmen am besten als Tool-Stack.

Was ich damit meine? Du kombinierst verschiedene KI-Tools für verschiedene Aufgaben:
Content & Marketing:
- Runway für Videos
- ChatGPT oder Claude für Texte, E-Mails, Konzepte
- Midjourney oder DALL-E für Bilder und Grafiken
- Perplexity für Recherchen (mit Quellenangaben – echt praktisch)
Business & Produktivität:
- Microsoft Copilot für Office-Kram
- Notion AI für Dokumentation
- HubSpot AI für CRM und Marketing-Automation
Das Coole daran: Die Tools ergänzen sich perfekt. Du recherchierst mit Perplexity, schreibst das Konzept mit ChatGPT, erstellst Visuals mit Runway und packst alles in ein Deck mit Copilot.
Für die meisten Startups ist die Kombi Runway + ChatGPT + Perplexity ein solider Einstieg. Kostet zusammen vielleicht 50-60 Dollar im Monat, spart aber Stunden an Arbeit.
KI erfolgreich im Unternehmen einführen
Hand aufs Herz: Viele Unternehmen kaufen KI-Tools und lassen sie dann verstauben. Damit dir das nicht passiert, hier ein pragmatischer Fahrplan:
Step 1: Klein anfangen
Such dir 1-2 konkrete Use Cases aus. Zum Beispiel: “Produktvideos für Instagram” oder “Pitch-Videos für Sales”. Nicht gleich die komplette Content-Strategie umkrempeln.
Step 2: Pilotprojekt mit Zahlen
Nimm dir einen Monat Zeit und dokumentier alles. Wie lange brauchst du für ein Video mit Runway vs. der alten Methode? Was kostet es? Wie performen die Videos?
Step 3: Governance aufsetzen
Klingt fancy, ist aber wichtig. Welche Tools sind erlaubt? Welche Daten dürfen rein? Wer gibt Content frei? Am besten auf 1-2 Seiten festhalten.
Step 4: Team mitnehmen
Zeig den Kollegen, wie’s geht. Ein 30-minütiger Workshop “So machst du in Runway ein Produktvideo” ist Gold wert. Plus ein paar Prompt-Templates, die funktionieren.
Was viele vergessen: KI-Tools sind nur so gut wie die Leute, die sie nutzen. Investier Zeit in Schulung und Prozesse – zahlt sich definitiv aus.
Kosten und ROI: Lohnt sich KI wirklich?
Die Frage aller Fragen. Ich find’s immer gut, wenn man ehrlich rechnet.
Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Du machst bisher ein Produktvideo pro Monat über eine Agentur. Kostet dich 800-1.200 Euro. Mit Runway Standard (12 Dollar) plus ein bisschen eigene Zeit könntest du 5 Videos im Monat machen.
Selbst wenn du deine Arbeitszeit mit 50 Euro pro Stunde rechnest und 2 Stunden pro Video brauchst, bist du bei etwa 112 Euro pro Video. Versus 800-1.200 Euro extern.
Die Zeitersparnis ist oft noch krasser. Erfahrungsgemäß sinkt der Aufwand für Standard-Content um 50-80 Prozent. Das liegt daran, dass du keine Abstimmungsschleifen, keine Terminkoordination und keine Wartezeiten hast.
Zugegeben, die Lernkurve ist steil. Die ersten Videos werden wahrscheinlich nicht perfekt. Aber nach ein paar Versuchen kriegst du den Dreh raus.
Bei der ROI-Berechnung solltest du auch bedenken: Du kannst viel mehr Varianten testen. A/B-Tests für Video-Ads, verschiedene Hooks, internationale Versionen – alles kein Problem mehr.
Rechtliche Fallen: EU AI Act, DSGVO und Urheberrecht
Jetzt wird’s etwas trockener, aber wichtig. In Deutschland und der EU gelten für KI-Nutzung einige Regeln.
EU AI Act:
Die EU-KI-Verordnung ist politisch durch und wird schrittweise scharf geschaltet. Für Marketing-KI wie Runway gilt meist “begrenztes Risiko”. Heißt: Du musst KI-generierte Inhalte teilweise kennzeichnen. Bei Werbung zum Beispiel mit “Video mit KI erstellt”.
DSGVO:
Hier wird’s kritisch, wenn du personenbezogene Daten verwendest. Kundendaten, Leads oder Bewerberdaten haben in öffentlichen KI-Tools nichts verloren – außer du hast wasserdichte Rechtsgrundlagen und Auftragsverarbeitungsverträge.
Für Runway konkret: Wenn du echte Personen (Mitarbeiter, Kunden) in Videos verwendest oder Performance Capture nutzt, brauchst du deren Einwilligung. Und zwar klar kommuniziert, wofür die Daten verwendet werden.
Urheberrecht:
Bei rein KI-generierten Videos ist die Rechtslage noch nicht final geklärt. Tendenz: Schwer schützbar als klassisches Urheberwerk, aber Nutzung meist unproblematisch.
Mein Rat: Schau dir die Nutzungsbedingungen von Runway genau an. Prüf, ob du die generierten Videos kommerziell nutzen darfst (spoiler: meist ja). Und hol dir bei rechtlichen Fragen lieber kurz Beratung, als später Ärger zu bekommen.
Häufige Fehler vermeiden
Aus eigener Erfahrung und Gesprächen mit anderen Unternehmern: Diese Fehler passieren ständig.
Tool-Verliebtheit:
“Wir brauchen auch Runway!” – ohne zu wissen, wofür. Fang immer mit dem Use Case an, nicht mit dem Tool.
Keine Erfolgsmessung:
Du führst KI ein und misst nie, ob’s was bringt. Dokumentier Zeiteinsatz, Kosten und Performance. Sonst weißt du nicht, ob sich der Aufwand lohnt.
Datenschutz schleifen lassen:
Vertrauliche Infos oder Kundendaten in Free-Accounts eingeben. Geht gar nicht. Immer Business-Pläne für echte Projekte.
Overpromising in Videos:
KI-Videos zeigen Features, die dein Produkt gar nicht kann. Risiko für Irreführung und Abmahnungen. Bleib bei der Wahrheit.
Keine Verantwortlichkeiten:
Niemand fühlt sich für KI-Content zuständig. Definier klar, wer Governance, Qualität und Compliance überwacht.
Dein Action Plan für den Einstieg
Okay, genug Theorie. So startest du konkret:
Diese Woche:
Runway Free Account anlegen und 2-3 kurze Testvideos machen. Einfach mal ausprobieren, was rauskommt. Zeig die Ergebnisse im Team und sammel Feedback.
Nächster Monat:
Mini-Pilot aufsetzen. Runway Standard + ChatGPT Business. Ziel: 3 Video-Ads für eine konkrete Kampagne erstellen. Zeit und Performance dokumentieren.
Parallel:
Interne KI-Policy schreiben. 1-2 Seiten reichen: Welche Tools sind okay? Welche Daten nicht? Wer gibt Content frei?
Nach dem Pilot:
Wenn die Zahlen stimmen: Skalieren. Mehr Lizenzen, weitere Use Cases, vielleicht sogar Integration in Marketing-Automation.
Übrigens: Lass dich nicht von der Technik einschüchtern. Runway AI Video generieren ist intuitiver, als du denkst. Die meisten Leute haben nach ein paar Stunden den Dreh raus.
Das Wichtigste zum Schluss: KI-Tools wie Runway sind kein Selbstzweck. Sie sollen dir helfen, bessere Ergebnisse in weniger Zeit zu erzielen. Wenn das klappt, machst du alles richtig. Wenn nicht, probier was anderes aus. So einfach ist das.
