Video erstellen mit KI: Der ehrliche Guide für Startups (2025)

Mal ehrlich: Wer hat schon Lust, für jedes Onboarding-Video oder jeden Produktlaunch ein ganzes Filmteam zu engagieren? Video erstellen mit KI klingt nach der perfekten Lösung – aber wo fängst du an? Und welche Tools taugen wirklich was?
Ich hab mir die aktuellen KI-Video-Tools angeschaut und zeig dir, was 2025 wirklich funktioniert. Ohne Marketing-Blabla, dafür mit konkreten Tipps für deinen Startup-Alltag.
Was kann KI-Video 2025 eigentlich?
Die gute Nachricht zuerst: KI-Video ist erwachsen geworden. Google Veo 2, OpenAI Sora, Runway Gen-3 – diese Tools können mittlerweile ziemlich realistische Clips erstellen. Nicht Hollywood-Niveau, aber definitiv gut genug für Business-Content.

Was läuft richtig gut:
- Avatar-Videos: Perfekt für Schulungen, FAQs oder Onboardings. Ein Avatar erklärt dein Produkt – fertig in 30 Minuten statt 3 Wochen.
- B-Roll Material: Du brauchst Hintergrund-Clips für deine Präsentation? KI generiert sie dir.
- Mehrsprachige Inhalte: Ein Video, zehn Sprachen – ohne Synchronsprecher.
- Social Media Clips: Aus einem langen Webinar werden automatisch 10 knackige Shorts.
Wo’s noch hakt: Komplexe Emotionen, authentische Gespräche zwischen Menschen, sehr spezifische Branchen-Szenarien. Da ist klassisches Video oft noch besser.
Aber für Standard-Business-Content? Da sparst du laut Synthesia bis zu 80% Zeit und Budget. Klingt erstmal nach viel, stimmt aber oft.
Diese KI-Tools solltest du kennen
Na ja, die „eine beste KI” gibt’s nicht. Du brauchst eher einen kleinen Tool-Stack – je nach Use Case.

Avatar & Erklärvideos
Synthesia ist hier der Platzhirsch. Ab 29 USD/Monat bekommst du professionelle Avatare, die deine Texte sprechen. Perfekt für:
- Mitarbeiter-Onboarding („Willkommen im Team, so funktioniert unser CRM…”)
- Produkt-Tutorials („In 3 Schritten zu deiner ersten Rechnung…”)
- Interne Updates („Was ist neu in Version 2.4?”)
Alternativen: D-ID, Visla – ähnliche Funktionen, teilweise günstiger.
Kreative Videos & B-Roll
Runway Gen-3 und Adobe Firefly Video sind spannend, wenn du mehr als nur sprechende Köpfe willst. Hier entstehen wirklich cineastische Clips – perfekt für Werbung oder Social Media.
Problem: Meist kreditbasiert abgerechnet, kann bei viel Content teuer werden.
Social Media & Clips
OpusClip ist genial: Du lädst dein 60-Minuten-Webinar hoch, raus kommen 10 fertige YouTube Shorts oder LinkedIn-Videos. Mit Untertiteln, Highlights, allem drum und dran.
Für Startups mit viel Content (Podcasts, Webinare) ein echter Gamechanger. Äh, ziemlich wirkungsvoll.
So führst du KI-Video richtig ein
Weißt du was? Die meisten Startups machen’s falsch. Sie kaufen Tools und hoffen, dass sich der Rest von selbst regelt. Funktioniert nicht.
Hier der 5-Schritte-Plan, der tatsächlich funktioniert:
1. Use Cases definieren (nicht Tools!)
Fang mit 2-3 konkreten Problemen an:
- „Jeder neue Mitarbeiter braucht 4 Stunden Onboarding-Erklärung”
- „Für jeden Produktlaunch brauchen wir 5 Demo-Videos”
- „Unser Support erklärt ständig dieselben 10 Fragen”
Nicht: „Wir wollen cooler werden mit KI.” Das ist kein Use Case.
2. Klein starten, schnell testen
Nimm Synthesia oder ein ähnliches Tool. Erstelle in 4 Wochen genau 5 Videos. Miss: Wie lang hat’s gedauert? Was hat’s gekostet? Wie war die Resonanz?
Ohne Zahlen ist alles nur Bauchgefühl. Und Bauchgefühl lügt manchmal.
3. Team mitnehmen
KI-Video funktioniert nur, wenn dein Team es auch nutzt. Also: Kurze Schulung, klare Prozesse, Erfolge feiern.
„Sarah aus dem HR hat in 20 Minuten das neue Onboarding-Video erstellt” – sowas spricht sich rum.
4. Skalieren
Erst wenn’s bei den ersten Use Cases läuft, mehr Tools dazunehmen. Templates erstellen. Workflows automatisieren.
5. Governance nicht vergessen
Klingt unsexy, ist aber wichtig: Wer darf was? Wie werden KI-Videos gekennzeichnet? Was passiert mit Kundendaten?
Dazu gleich mehr.
Was kostet der ganze Spaß?
Lass mich ehrlich sein: KI-Video ist nicht kostenlos, aber deutlich günstiger als klassische Produktion.

Realistische Kosten 2025:
- Synthesia & Co: 30-100 EUR/Monat, je nach Plan
- Creative Tools: 20-50 EUR/Monat + Credits
- Voice & Audio: 20-40 EUR/Monat
Macht zusammen: 70-190 EUR/Monat für den vollen Stack.
Zum Vergleich: Ein klassisches 2-Minuten-Erklärvideo kostet 3.000-15.000 EUR und dauert 4-8 Wochen. Mit KI: 50-300 EUR und einen Tag.
Die Rechnung geht auf, wenn du pro Jahr mindestens 10-20 wiederkehrende Videos brauchst. Bei den meisten Startups ist das der Fall.
Übrigens: Fast alle Tools haben Free Tiers. Probier’s erstmal kostenlos aus, bevor du zahlst.
Rechtliches: Das musst du wissen
Zugegeben, Rechtsfragen sind nicht die spannendste Ecke. Aber ein paar Basics solltest du draufhaben.
DSGVO & Datenschutz
Kundendaten, Mitarbeiterfotos, vertrauliche Infos – nichts davon gehört ungeprüft in US-Tools. Auch nicht in ChatGPT.
Mein Tipp: Business-Versionen nutzen, die DSGVO-konforme Verträge anbieten. Kostet mehr, spart aber Ärger.
KI-Kennzeichnung
Der EU AI Act kommt, und KI-generierte Inhalte sollen gekennzeichnet werden. Ein kleiner Hinweis „Mit KI erstellt” reicht meist.
Ist nicht nur rechtlich sinnvoll, sondern auch ehrlich gegenüber deinen Kunden.
Urheberrecht & Lizenzen
Nicht alle KI-Videos darfst du kommerziell nutzen. Check die Nutzungsbedingungen – manche Tools haben Einschränkungen.
Bei Avataren von echten Personen (auch Mitarbeitern) brauchst du Einverständnis. Klar, oder?
Meine ehrliche Einschätzung: Lohnt sich KI-Video?
Hand aufs Herz: Ja, für die meisten Startups schon.
KI-Video glänzt bei Standard-Content: Onboardings, Tutorials, FAQs, Produktupdates. Alles, wo Information wichtiger ist als Emotion.
Für authentisches Storytelling, emotionale Werbung oder komplexe Szenen ist klassisches Video oft noch besser. Aber mal ehrlich – wie oft brauchst du das wirklich?
Die 80% deiner Video-Projekte, die sachlich und informativ sind, kannst du mit KI deutlich schneller und günstiger erledigen.
Mein Rat: Fang klein an. Teste 4-6 Wochen mit einem Tool. Miss den Erfolg. Und dann entscheide, ob und wie du skalierst.
Das Ding ist: KI-Video wird nicht schlechter. Die Tools werden besser, günstiger, einfacher. Wer jetzt anfängt zu lernen, hat in einem Jahr einen ordentlichen Vorsprung.
Also – worauf wartest du noch?
